Gartenarbeit bildet

Wohl dem Pfadfinderstamm, der seinen eigenen Garten hat – Platz zum Spielen, Toben, Zelten oder für die Singerunde am Lagerfeuer. Der Stamm „Inka“ in Ahrensburg (Landesverband Schleswig-Holstein/Hamburg) war in dieser komfortablen Lage und freute sich über seine ideale Spielwiese – alles gut also. Dann aber kam den Pfadfinderinnen und Pfadfindern blitzartig eine Idee, die sie dann während des ganzen Jahres 2018 vollauf beschäftigen sollte: Wir machen einen richtigen Garten.

Wer sagt denn, die Pfadfinderregel „Ich will die Natur schützen und helfen sie zu erhalten“ gelte nur für die freie Wildbahn, den Lagerplatz oder für spezielle Öko-Projekte? Die Natur schützt man auch im eigenen „Wohnzimmer“, wenn man im Februar und März mühevoll Gehölze entfernt, gemeinsam Pläne entwirft, Gräben schaufelt, Beete und Hochbeete anlegt, eine Insektenhotel installiert, Obstgehölze anpflanzt und in den Heimabenden viel über Blumen und Pflanzen lernt.

Denn Gartenarbeit macht nicht nur Spaß, sie bildet auch - und zwar nachhaltig. Der Jahreszyklus im Garten birgt viele Überraschungen für den Ungeübten, beim Planen, Bauen und Pflanzen wachsen neue Erkenntnisse, der Kontakt zum örtlichen Imker weckt Begeisterung für die gefährdeten Bienenvölker – und im nächsten Jahr gibt es wieder Neues und Anderes zu entdecken.

Der Garten färbt auch ab – der Stamm „Inka“ hat beschlossen, an allen Orten wichtiger Feiern wie Versprechen oder Stufenübergänge einen Baum zu pflanzen. Das Thema Garten, Natur und Umwelt hört eben nie auf. Eines aber haben die Mädchen und Jungen vermisst: Pfadfinderlieder zum Thema Garten – die müssen wohl noch geschrieben werden…

Die Stiftung Pfadfinden unterstützte das Projekt mit einem Betrag von 425 Euro.

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